Buchvorstellung der deutschen Ausgabe von Raphael Lemkins ‚Axis Rule in Occupied Europe‘
Zentrum für Historische Forschung Berlin
der Polnischen Akademie der Wissenschaften,
Majakowskiring 47
Deutsch-polnischer Lyrik-Abend Veranstaltungsreihe: „Polish Affairs. Polnische Kultur zu Gast in der Stabi“
Staatsbibliothek zu Berlin
Theodor-Fontane-Saal
Unter den Linden 8
10117 Berlin
GLOBAL CONNECTIONS
Central-Eastern Europe in the Early Modern World
Wydział Nauk o Kulturze i Sztuce, University of Warsaw
Auditorium (Sala wykładowa), ground floor
Krakowskie Przedmieście 26/28
00-927 Warsaw
Reihe: FOKUS, Band: 20 ǀ Eine Biografie birgt immer etwas Politisches, insbesondere in Zeiten des Krieges und der Krisen. In dieser Studie stellt Michał Turski die Biografien der Lodzer Deutschen zwischen 1914 und 1960 dar. Dabei führte die deutsche Besatzung Polens zwischen 1939 und 1945 zu staatsbürgerschaftlichen Dilemmata mit schwerwiegenden Folgen. Die zunächst in Wartheland eingeführte „Deutsche Volksliste“ bedeutete für alle ehemaligen Bürger Polens der deutschen Nationalität immense Probleme. Soll man Volksdeutscher werden oder soll man dieses Angebot ablehnen und nach dem Krieg weiter in Polen leben? Die Region Lodz gilt als das Beispiel für die Folgen der Nationalisierung von Biografien: Vor 1939 lebten Polen, Juden und Deutsche zusammen, ab 1930 jedoch immer mehr voneinander getrennt. Die Lodzer Verhältnisse dieser Zeit bieten ein Forschungsfeld, in dem die Auswirkungen, welche die rassistische Bevölkerungspolitik auf Biografien einzelner Personen hatte, anhand von zeitgenössischen Quellen untersucht werden können.