Polen-Denkmal: Konzepte und neue Perspektiven

 

Konferenz zum Wettbewerb für den Entwurf eines Denkmals zum Gedenken an die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung 1939–1945: „Polen-Denkmal: Konzepte und neue Perspektiven“

Termin: 29.–30. April 2026
Ort: Humboldt-Universität, Festsaal in der Luisenstraße 56
Konferenzsprachen: Polnisch-Deutsch (Simultanübersetzung)
Teilnahme: Öffentlich (nach vorheriger Bestätigung), begrenzte Teilnehmerzahl

Mitorganisiert von: Deutsch-Polnisches Haus, Zentrum für historische Forschung Berlin der polnischen Akademie der Wissenschaften 

Am 3. Dezember 2025 verabschiedete der Bundestag den Beschluss zur Errichtung eines Denkmals zum Gedenken an die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung am Standort des derzeitigen provisorischen Mahnmals sowie des damit verbundenen Projekts des Deutsch-Polnischen Hauses.

Dem verabschiedeten Zeitplan zufolge soll im Jahr 2026 der Wettbewerb für das ideelle und künstlerische Konzept des Denkmals durchgeführt werden. In der gemeinsamen Erklärung der XVII. deutsch-polnischen Regierungskonsultationen vom 1. Dezember 2025 bekräftigte die Regierung der Bundesrepublik Deutschland ihr Bestreben, das oben genannte Projekt so schnell wie möglich zu realisieren. Dabei wurde das Amt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) als federführend für die Maßnahmen in diesem Bereich benannt. Mit der Durchführung des Wettbewerbs wird die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas betraut.

Die vom Amt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien organisierte Konferenz soll der fachlichen Vorbereitung des Wettbewerbs dienen. Hierzu werden Erfahrungen und Expertenstimmen aus verschiedenen Ländern zusammengeführt, die über Wissen und Praxis bei der Realisierung ähnlicher Projekte verfügen oder sich mit Fragen der „Erinnerungspolitik“ befassen.

Im Rahmen von vier Diskussionspanels werden Themen erörtert, die die Entwicklung der Erinnerungskulturen in Deutschland und Polen seit 1989 betreffen. Dazu gehören der Vergleich verschiedener europäischer Denkmäler zum Gedenken an den Zweiten Weltkrieg (von 1989 bis heute), die Zielgruppen von Denkmälern sowie Dokumentationszentren und Museumsausstellungen, die Gedenkstätten begleiten. Ein abschließender „Runder Tisch“ wird die Schlussfolgerungen der einzelnen Panels zusammenfassen, die anschließend als Grundlage für die Erstellung der Wettbewerbsunterlagen dienen.

Unter den geladenen Panelgästen befinden sich Experten aus Deutschland und Polen, die Perspektiven unterschiedlicher Generationen repräsentieren – Historiker, Architekten und Künstler, die bereits an Denkmalprojekten beteiligt waren, sowie Leiter von Museen und Forscher auf dem Gebiet der Erinnerungskulturen.