Olsztyn: die Entwicklung des Erinnerungsraums Stadt (ab Mitte des 14. Jh. zum Anfang des 21. Jh.)

Projekt: individuelles Forschungsprojekt
Projektleitung: Prof. Igor Kąkolewski
Ort: Berlin
Termin: 2016

Ziel des Projektes ist die Publikation einer Monographie unter dem Titel „Olsztyn: die Entwicklung des Erinnerungsraums Stadt (ab Mitte des 14. Jh. zum Anfang des 21. Jh.)“. Den Ausgangspunkt hierzu bildet der Aufsatz „Olsztyn: die Entwicklung des Erinnerungsraums Stadt (Mitte des 14. Jh. bis Mitte des 20. Jh.) und der Versuch, diesen zu decodieren“, der im Rahmen des Projektes „Kultury pamięci Olsztyna [Olsztyns Erinnerungskulturen]“ verfasst wurde. Dabei soll der zeitliche Rahmen der Untersuchungen (um die Jahre des Zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart) sowie die Quellenbasis ausgeweitet und stärker vergleichend gearbeitet werden (unter Bezugnahme auf ausgewählte Aspekte der Erinnerungskultur anderer, hauptsächlich vom Einfluss der deutschen Kultur geprägten Städte Mittelosteuropas). Dieses Thema wurde bisher noch keiner derart systematischen und umfassenden Betrachtung unterzogen. Methodologisch ist die Arbeit dem Forschungsfeld der Erinnerungskultur zugeordnet; ein Bereich, mit dem der Autor durch die Teilnahme am Forschungsprojekt des ZHF der „Deutsch-polnischen Erinnerungsorte / Polsko-niemieckie miejsca pamięci” vertraut ist. Eine derartige Verortung ermöglicht die Verwendung von analytischen Kategorien zur Erforschung der städtischen Erinnerungskultur Olsztyns sowie eine vergleichende Betrachtung anderer Städte. Darüber hinaus soll die Entwicklung der Straßennamen in Olsztyn vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart hinein einer systematischen Analyse unterzogen werden, da diese ein wesentliches Element des sich verändernden Erinnerungsraums Stadt darstellen.

Als Quellen werden neben schriftlichen Archivmaterialien (v.a. Dokumente der staatlichen und städtischen Verwaltungsbehörden, die im Staatsarchiv Olsztyn und im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz aufbewahrt werden) deutsch- und polnischsprachige Zeitungen, Memoiren und Tagebücher verwendet. Daneben werden ausgewählte Bildquellen, wie Fotographien und Postkarten, als zentrale Medien der Erinnerungskultur der Moderne miteinbezogen.