Mitarbeiter_Innen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. phil. Iwona Dadej
+49 30 486 285 58

Historikerin, studierte Geschichte, Ethnologie und Kunstgeschichte an der Jagiellonen-Universität in Krakau sowie Geschichte und Deutsch als Fremdsprache an der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg im Breisgau. Promoviert wurde sie 2015 an der Freien Universität Berlin zum Thema transnationale Verflechtungen und internationalen Organisationen der deutschen und polnischen Akademikerinnen in der Zwischenkriegszeit.

Sie war Stipendiatin folgender wissenschaftlicher Einrichtungen:

  • Leibnitz- Institut für Europäische Geschichte in Mainz (2007),
  • Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), in der Forschungsgruppe “Mobilisierung, Citizenship und politische Mobilisierung in Europa“ (2008-2011)
  • Deutsches Historisches Institut in Warschau, Forschungsstipendium (2011) und Langzeitforscherin (2016)
  • Deutsches Polen-Institut in Darmstadt, Abschlussstipendium (2013)
  • Emmy-Noether-Forschungsgruppe „Wege der Rechtsfindung in ethnisch-religiös gemischten Gesellschaften. Erfahrungsressourcen in Polen-Litauen und seinen Nachfolgestaaten" an der Universität Leipzig bei Prof. Yvonne Kleinmann, Gastwissenschaftlerin (2012)
  • Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Mittelosteuropa (GWZO) in der Forschungsgruppe "Ländliche Gesellschaften“ bei Prof. Dietlind Hüchtker, Gastwissenschaftlerin  (2015)

Derzeitig ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin (adiunkt, assistant professor) am Historischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau (IH PAN) sowie am Zentrum für Historische Forschungen der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin (CBH Berlin)

Sie ist Mitbegründerin des Lucja-Charewiczowa-Arbeitskreises für Frauen- und Geschlechtergeschichte am Historischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften (Seminarium Historii Kobiet i Plci Kulturowej im. Lucji Charewiczowej) und leitet am IH PAN ein 5-Jähriges Editionsprojekt in dem die Dokumente und Nachlässe des Museums der Verdienstvollen Frauen in Lemberg (1929-1939) sowie die erste Bibliographie der Frauenwerke von 1910 herausgegeben und kommentiert werden.

FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE:

Geschichte der (europäischen) Frauenbewegungen um 1900; Geschichte der Historiographie; akademische Migrationsbewegungen in Geschlechterperspektive, Wissenschaftsgeschichte in Geschlechterperspektive; Frauen- und Geschlechtergeschichte, transnationale Geschichte

PROJEKTE:

  • The Transnationalization of Struggles for Recognition. Women and Jews in France, Germany, and Poland in the 20th century am WZB, Doktorandin.
  • Geschlechterordnung in polnischer akademischen Kultur  in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Porządek płci w polskiej kulturze akademickiej w I połowie XX wieku), am IH PAN, Leiterin des Projektes.
  • Die Patriotinnen von Morgen? Unabhängigkeitskämpfe, ziviles Engagement und Bildungsarbeit von Polinnen im Spiegel der Nachlässe von Museum für Verdienstvolle Frauen in Lemberg (1929-1939) sowie der Ersten Bibliographie von Frauenwerke (1910). Kommentierte Ausgabe (Patriotki jutra? Działania niepodległościowe, postawy obywatelskie i praca edukacyjna Polek we Lwowie (1863–1939) w świetle materiałów zebranych przez Muzeum Zasłużonych Polek we Lwowie oraz Ossolineum. Edycja i komentarz), am IH PAN, Leiterin des Projektes.

AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN:

  • Monographie „Beruf und Berufung transnational. Deutsche und polnische Akademikerinnen in der Zwischenkriegszeit“ als Einzelveröffentlichungsreihe des DHI Warschau bei fibre Verlag, Osnabrück 2019 (ONLINE HIER)
  • Staatsbürgerinnen. Frauenwahlrecht und Geschlechterpolitik in Polen nach 1918, in: Magazin der Max Weber Stiftung „Weltweit vor Ort“ 01/19, s. 15-18. (ONLINE HIER)
  • The Gender Order and the Disassembling She-Protagonists: Polish Academic Culture in the First Half of the Twentieth Century as an Illustrative Example, in: Acta Poloniae Historica, Nr. 117 (2018), s. 27-50. (ONLINE HIER)
  • "Polnische Wissenschaft ist meine Göttin auf der Erde". Nation - Exil - Wissenschaft und Geschlecht bei Karolina Lanckorońska, in: ARIADNE. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, H.72 (2107), s. 28-34.
  • »The Napoleonic civil code is to blame for my decision to study law«. Female Polish law students and lawyers in the first half of the twentieth century, in: Sara Kimble/ Marion Röwekamp (eds.), New Perspectives on European Women’s Legal History, London 2017, pp. 217-246.
  • »Mittendrin statt nur dabei«"? Niemieckie badania nad historią płci w nauce, in: Rocznik Antropologii Historycznej, R. 4 (2014), s.181-197.
  • Together and apart. Polish Women’s Rights Activists and the Beginnings of the International Women’s Day around 1911, razem z Angelique Leszczawski- Schwerk, w: Aspasia. The International Yearbook of Central, Eastern, and Southeastern European Women´s and Gender History, vol. 6. 2012, s. 25-42.
  • Von der Geselligkeit zur Emanzipation. Organisierte Frauenrechtlerinnen in Berlin und Krakau um 1900, in: WZB Mitteilungen vol.132 Juni 2011, s. 25-29.
  • Nicht nur Madame Curie – Zum Phänomen der polnischen Bildungsmigrantinnen an westeuropäischen Universitäten im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, in: Edeltraud Aubele/ Gabriele Pieri (red.), Femina Migrans. Frauen in Migrationsprozessen (18.-20. Jahrhundert), Sulzbach/Taunus 2011, s. 69-98.